IKK Gesundheitsexperten Frank Hahn

Gesund leben, das ist oft einfacher gesagt als getan. Die IKK Gesundheitsexperten Regina Tessarzik, Anke Hagemann und Frank Hahn helfen Ihnen dabei mit nützlichen Tricks und Tipps.

Die IKK-Gesundheitsexperten

Im Dezember-Voting haben Sie abgestimmt und sich für die Leserfrage an Frank Hahn entschieden: Ich habe mir schon so oft vorgenommen, wieder mehr Sport zu machen. Aber meist ist es beim Vorsatz geblieben. Wie überwinde ich den inneren Schweinehund?

Porträt von Frank Hahn

Frank Hahn ist Gesundheitsberater bei der IKK classic und Ihr Gesundheitsexperte für alle Fragen rund um Fitness, Sport und Bewegung. © IKK classic

Die eigenen Gewohnheiten dauerhaft zu ändern, ist tatsächlich gar nicht so einfach. Oft bleibt es beim losen Vorsatz. Wir haben zwar ein Bewusstsein für gesundes oder ungesundes Verhalten, nehmen uns vor, etwas zu ändern, aber an der Umsetzung hapert es dann. Warum? Ganz einfach: Verhalten wird nicht durch die einmalige Absicht geändert, sondern es erfordert konkretes Zutun über einen längeren Zeitraum, um neue Gewohnheiten, zum Beispiel mehr Bewegung, zu stabilisieren, zu verinnerlichen und schließlich auch beizubehalten. Hier die vier wichtigsten Tipps, die dabei helfen:

Es muss Spaß machen.

Sich rein aus Vernunftgründen für eine Bewegungsart zu entscheiden, erfordert sehr viel Disziplin. Suchen Sie sich lieber einen Sport, der Sie anspricht oder den Sie früher vielleicht schon betrieben haben. Oder aber schließen Sie sich einer Gruppe an. Lauf- und Walkinggruppen, die sich zu festen Terminen treffen, gibt es überall. So motivieren Sie sich gegenseitig und es fällt leichter den Sporttermin verbindlich einzuplanen und ihn gegenüber „Störfaktoren“ nicht wieder leichtfertig zu „opfern“.

Realistische Ziele setzen.

Wer schnell und regelmäßig kleine Erfolgserlebnisse hat, dem fällt es leichter, dabei zu bleiben. Um die Sport-Techniken zu erlernen, bieten sich auf jeden Fall Kurse und Training ans. Denn auch richtiges Joggen, die richtige Bewegung am Kraftgerät oder richtiges Atmen will gelernt sein, damit es Spaß macht, gut tut, Erfolg bringt und man dabei bleibt.

Gesund bleiben.

Aller Anfang ist schwer. Und deshalb gilt: weniger ist mehr. Überlasten Sie sich nicht, sondern beobachten sie, wie ihr Körper auf die Bewegung reagiert. Dabei sind Pausen genauso wichtig wie Training, das heißt, nach einer Belastung dürfen Anfänger am nächsten guten Gewissens Tag pausieren. Auch ein ärztlicher Check empfiehlt sich – besonders für Personen über 40 Jahre oder aber mit Herz-Kreislauf- oder Bronchialerkrankungen, überstandenen Verletzungen, akuten sowie chronischen Erkrankungen.

Bewegung im Alltag

Sport wird oft mit systematischem Training gleichgesetzt. Das empfohlene Bewegungsminium von moderater Bewegung für 30 bis 45 Minuten, zwei bis dreimal pro Woche, können Sie aber auch im Alltag erreichen, etwa indem Sie Wege statt mit dem Auto zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen. Als Einsteiger haben Sie gegenüber dem Spitzenathleten dabei sogar einen großen Vorteil. Anfänger spüren schon mit wenig Aufwand einen Trainingseffekt. Ein Topathlet muss mitunter mehrmals täglich ran, um sein Ziel zu erreichen.

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