Terminservicestellen

Die neuen Terminservicestellen sollen bei der schnellen Überweisung an einen Facharzt helfen.

Die neuen Terminservicestellen

Häufig ziehen mehrere Wochen ins Land, bis Patienten einen Termin beim Facharzt wahrnehmen können. Das soll sich ab Januar mit der Einführung spezieller Terminservicestellen ändern, die von den regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen betreut werden.

 

Diese Terminservicestellen sollen gesetzlich Versicherten mit einer Überweisung auf Wunsch innerhalb einer Woche einen Termin bei einem Experten nennen. Dabei darf zwischen der Anfrage des gesetzlich Versicherten und dem Facharzttermin maximal eine Wartezeit von vier Wochen liegen. Sollte dies nicht möglich sein, vermittelt die Servicestelle alternativ einen ambulanten Behandlungstermin in einem Krankenhaus. 

 

Der Weg zum vermittelten Facharzt (Augen-, Frauen-, Hals-Nasen-Ohren- oder Hautarzt, Chirurg, Neurologen, Orthopäden oder Urologen) darf maximal 30 Minuten länger sein als der zum nächstgelegenen Fachkollegen. Bei bestimmten Spezialisten, etwa Radiologen, darf der Weg auch 60 Minuten länger sein.

 

Um den Terminservice nutzen zu können, benötigen Sie eine ärztliche Überweisung mit einer Codenummer für eine Behandlung bei einem Facharzt.

Wichtig: Die Servicestellen helfen nur in dringenden Fällen – Bagatellerkrankungen und Routineuntersuchungen sind ausgenommen. Für Zahnärzte, Kieferorthopäden und Psychotherapeuten gibt es keinen Vermittlungsservice. Dafür jedoch für Frauen- und Augenärzte, obwohl für sie keine Überweisung nötig ist. Ein Anspruch, zu einem bestimmten Arzt vermittelt zu werden, besteht nicht. Wer den Service nutzt, verwirkt damit freiwillig sein Recht auf freie Arztwahl.

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