Patientenverfügung

Jeder sollte selbst entscheiden, wie, wo und mit was er im Krankheitsfall und am Ende seines Lebens versorgt werden möchte. Das ist oft leichter gesagt als getan.

Mehr Selbstbestimmung durch Patientenverfügung

Am Ende unseres Lebens möchten wir alle gut versorgt sein und nicht unnötig leiden, doch das Wie sieht für jeden anders aus. Warum wir uns frühzeitig mit den gerne verdrängten Seiten unseres Lebens auseinandersetzen sollten, klären wir mit Gudrun Schaich-Walch, der ehemaligen parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit.

 

Frau Schaich-Walch, warum ist es Ihrer Meinung nach wichtig, sich mit einer Patientenverfügung zu beschäftigen?
Jeder kann durch einen Unfall oder eine schwere Erkrankung die Fähigkeit zur Willensbekundung verlieren. Im Ernstfall entscheiden nicht automatisch die nächsten Angehörigen. Für solche Situationen ist es wichtig, sich frühzeitig Gedanken zu machen und den eigenen Willen schriftlich in einer Patientenverfügung festzuhalten. Zudem können Vertrauenspersonen für die Überwachung und Durchsetzung bevollmächtigt werden. Richtig vorgesorgt, kann das Recht auf Selbstbestimmung und ein, gemessen an den eigenen Wertvorstellungen, würdevolles Sterben gewahrt werden. Angehörige können dabei vor quälenden Fragen und Entscheidungen geschützt werden.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, sich Gedanken über das Sterben zu machen?
Wir schließen für alle möglichen Situationen und Ereignisse mehr oder weniger sinnvolle Versicherungen ab, und zwar bevor etwas passiert. Deshalb sollte man sich auch in gesunden Zeiten mit der letzten Phase des Lebens auseinander setzen und vorsorgen. Eine Patientenverfügung sollte zudem regelmäßig überprüft und an veränderte Wertevorstellungen und Lebensverhältnisse angepasst werden.

Wer sollte eine Patientenverfügung erstellen?
Jeder. Auch junge Menschen können unvermittelt schwer erkranken oder durch einen Unfall aus dem Alltag gerissen werden. Mit steigendem Alter nehmen die Risiken zu. Die Vorsorge für solche Situationen ist natürlich auch eine Familienangelegenheit, da es nicht nur um einen selbst, sondern um Partner, Kinder, Eltern und Großeltern geht und der Eintritt einer entsprechenden Situation unmittelbaren Einfluss auf die nächsten Angehörigen nimmt.

Auf was kommt es dabei an?
Zunächst muss man willens und in der Lage sein, sich mit einer schwierigen und vielleicht auch schmerzlichen Situation auseinander zu setzen und dazu Entscheidungen zu treffen. Dabei ist es wichtig, sich ausreichend Zeit zu nehmen und sich differenziert mit den möglichen Situationen auseinander zu setzen. Menschen im Endstadium einer tödlich verlaufenden schweren Erkrankung haben andere Bedürfnisse und Sorgen als jemand nach einem schweren Unfall oder mit einer fortgeschrittenen Demenz. Letztendlich geht es darum, sich bewusst zu machen, wo und in welchem Umfang relevante Maßnahmen im Bereich der Intensivmedizin und -pflege gewünscht oder abgelehnt werden. Auch die Haltung zur möglichen Organspende sollte dabei berücksichtigt und geregelt werden.

Portrait von Gudrun Schaich-Walch

Gudrun Schaich-Walch

Gudrun Schaich-Walch ...

... war von 1990 bis 2005 Mitglied des Bundestages, von 2001 bis 2002 Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit und von 2002 bis 2005 stellvertretende Farktionsvorsitzende der SPD für die Bereiche Gesundheit, Pflege und soziale Sicherung.

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