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Weg mit den Präventionsbarrieren

Hippler Editorial

Frank Hippler, Vorstand der IKK classic.

 

Prävention wirkt – das belegt eine aktuelle Studie im Auftrag der Innungskrankenkassen. Durch vernünftige Ernährung, Sport und Vorsorge bleiben Menschen nachweislich länger gesund. Genau darum fördern wir die Eigeninitiative unserer Versicherten mit intelligenten Angeboten und einem attraktiven Bonussystem. Das funktioniert: Über eine halbe Million Versicherte der IKK classic haben im letzten Jahr den Anspruch auf einen Bonus erworben, Tendenz steigend. Eine breite Mobilisierung, ganz im Sinne des neuen Präventionsgesetzes.   

Die Studie zeigt aber auch einen weiteren, irritierenden Befund: Präventionsstarke Krankenkassen wie wir werden wirtschaftlich bestraft. Sie sparen zwar Kosten, weil ihre Kunden gesünder bleiben. Doch sie büßen zugleich viel mehr Geld ein, weil parallel die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds schrumpfen. Fazit der Wissenschaftler: Weniger Prävention wäre lukrativer. Das brächte zwar kränkere Kunden, aber mehr Geld aus dem Finanzausgleich.

Einmal mehr wird deutlich: Die Politik muss die Fehlanreize im komplizierten Finanzierungssystem der Krankenkassen endlich beseitigen. Für die IKK classic hat Prävention weiterhin Priorität. Weil wir es für richtig halten und das Gesetz es verlangt. Präventionsbarrieren gehören politisch abgeräumt. Je eher, desto besser. 

 

Ihr

Frank Hippler


Bildnachweis: © IKK classic; Katharina Bitzl; Christoph Jorda/Corbis/Getty Images; gresei/Shutterstock; 2015 Jan von Holleben für Menschen - das Magazin; Morsa Images/Taxi/Getty Images; Stockbyte/Retrofile/Getty Images; Christian Albert/MEV-Verlag, Germany