Essen gegen Kopfschmerzen

Menschen, die häufig Kopfschmerzen bekommen, sollten am besten mit einem Porridge in den Tag starten.

Im Januar-Voting haben Sie abgestimmt und sich für die Leserfrage an Anke Hagemann entschieden: Wie kann ich meine Ernährung verändern, um Kopfschmerzen zu vermeiden?

Frühstück mal anders

Die passende Ernährung trägt dazu bei, dass der Schädel seltener brummt. Das fängst schon bei der ersten Mahlzeit des Tages an.

Anke Hagemann ist Gesundheitsexpertin der IKK classic mit dem Schwerpunkt Ernährung.

Anke Hagemann ist Gesundheitsexpertin der IKK classic mit dem Schwerpunkt Ernährung.

© IKK classic

 

So viel ist sicher: Ernährung trägt entscheidend zu unserem Wohlbefinden bei. Sie prägt, wie wir aussehen, wie wir uns fühlen und natürlich auch unsere Gesundheit. Auch auf unseren Kopf hat Essen einen weitreichenden Einfluss.

Jeder reagiert anders

Bei der Behandlung von Kopfschmerzpatienten zum Beispiel spielt die Ernährung eine wesentliche Rolle bei der Verbesserung ihres Zustandes. Viele Betroffene berichten etwa, dass sie nach dem Genuss bestimmter Lebensmittel eine Schmerzattacke bekommen. Wissenschaftler warnen jedoch vor Verallgemeinerungen. Denn jeder Körper reagiert zu jeder Tageszeit anders auf bestimmte Genuss- und Lebensmittel. So kann es zum Beispiel sein, dass ein Migränepatient am Abend problemlos ein Glas Sekt trinken kann. Stößt er jedoch tagsüber mit einem Gläschen an, führt es in der Regel immer zu einem dröhnenden Kopf. Das Führen eines Kopfschmerztagebuches kann helfen, um solche Auslöser (Trigger) ausfindig zu machen.

Viele Menschen klagen darüber, dass sie vom Geschmacksverstärker Glutamat Kopfschmerzen bekommen, im Volksmund China-Restaurant-Syndrom genannt. Eine Studie, die diesen Zusammenhang untersucht hat, konnte die weitläufig verbreitete Annahme jedoch nicht bestätigen. Ganz im Gegensatz zur Rolle von Koffein. Hier wurde nachgewiesen, dass Menschen, die täglich viel Kaffee trinken, bei einem plötzlichen Entzug von einem Brummschädel geplagt werden können.

Ernährungsempfehlungen bei Kopfschmerzen und Migräne:

Blutzucker konstant halten!

Laut Schmerzklinik Kiel sind die ausgewogene Mischung von Lebensmitteln, ihre schonende Zubereitung sowie die geplante Einnahme der Mahlzeiten zur Prävention von Kopfschmerzen unerlässlich.

Kohlenhydrate (bevorzugt als Vollkornprodukte, wie z. B. Vollkornbrot, Müsli, Hülsenfrüchte und Gemüse) sorgen dafür, dass der Blutzucker konstant bleibt. Dazu gehört auch, dass die Mahlzeiten regelmäßig eingenommen werden. Gerät der Blutzuckerspiegel ins Schwanken, ist die Grundlage für die nächste Schmerzattacke gelegt.

Immer Wasser dabeihaben

Neben der vollwertigen Ernährung gilt es, täglich mindestens zwei Liter zu trinken. Für viele ist das eine große Umstellung und wirkt wie eine nicht zu bewältigende Menge. Doch ausreichendes Trinken lässt sich antrainieren. Gewöhnen Sie sich zum Beispiel an, immer eine Flasche Mineralwasser dabeizuhaben. Und auch vor jeder Mahlzeit erst einmal ein Glas Wasser zu trinken. Früchte- oder Kräutertees und stark verdünnte Fruchtsäfte können für Abwechslung sorgen.

Bewusst und langsam essen.

Essen sollte nie nebenbei geschehen. Wer zu sehr abgelenkt ist, kriegt nicht nur nicht mit, wann er satt ist, sondern schafft auch kein Bewusstsein dafür, was er gerade isst. Das Essen sollte langsam und gründlich gekaut werden – bis sich ein Sättigungsgefühl einstellt. Neben drei festen Hauptmahlzeiten empfehlen Ernährungsexperten bis zu zwei weitere eingeplante Zwischenmahlzeiten.

Übrigens: Wer in Ruhe und ausgiebig frühstückt, legt damit den Grundstein für einen schmerzfreien Tag. So kann ein warmes, kohlenhydratreiches Frühstück, wie zum Beispiel ein Porridge mit Obst oder ein Müsli mit warmer Milch, eine gute Alternative zum klassischen Frühstück sein.

Frühstücksideen

Mehr Anregungen für ein gesundes Frühstück und was es ausmacht, gibt es hier.

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