Ablauf einer Organspende als Infografik

Organspende

Wie Niere und Herz vom Spender zum Empfänger kommen

Ausgangspunkt einer Organspende ist meist eine schwere Hirnschädigung eines Patienten durch einen Unfall oder einen Schlaganfall.

In der Klinik versuchen die Ärzte alles, um das Leben des Patienten zu retten. Sobald sie vermuten, dass der Hirntod eingetreten ist, besprechen sie die Situation mit den Angehörigen und informieren die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO), dass es möglicherweise einen Spender gibt.

Zwei unbeteiligte Fachärzte, erfahren in Intensivmedizin und Neurologie, bestätigen unabhängig voneinander den Hirntod und stellen den Totenschein aus.

Der behandelnde Arzt teilt den Angehörigen den Hirntod mit. Gemeinsam mit einem Koordinator der DSO spricht er mit ihnen über Einstellungen des Verstorbenen zur Organspende.

Liegt ein Spenderausweis vor, gilt dieser wie ein Testament. Ansonsten müssen die Angehörigen entscheiden – nach dem mutmaßlichen Willen des Verstorbenen. Mit ihrer Zustimmung lässt der Koordinator den Spender auf Vorerkrankungen untersuchen. Alle Daten wie Geschlecht, Blutgruppe, Gewicht und Alter werden an die Stiftung Eurotransplant übermittelt.

Per Computer ermittelt Eurotransplant den am besten passenden Empfänger auf der Warteliste. Steht alles fest, organisiert der DSO-Koordinator die Entnahmeteams und den Transport.

In einer zwei- bis vierstündigen Operation werden die Spenderorgane entnommen und gut gekühlt in eine Transportbox gepackt, bevor sie – je nach Entfernung – per Auto, Hubschrauber oder Flugzeug zum Empfänger transportiert werden. Der Spender wird für einen würdevollen Abschied vorbereitet.

Deutschlandweit gibt es derzeit 47 Kliniken im Status eines Transplantationszentrums. Dort liegt der Empfänger schon in Narkose. Um keine weitere Zeit zu verlieren, wurde er parallel zum Transport bereits auf die Organtransplantation vorbereitet.

Illustrationen: Klaus Niesen


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