Die IKK-Gesundheitsexperten

Wer Obst am Straßenrand kaufen möchte, sollte es zuhause gründlich waschen, um Schadstoffablagerungen zu entfernen.

Die Leser von aktiv+gesund haben sich in der vergangenen Ausgabe für folgende Frage an die IKK-Gesundheitsexperten entschieden:

 

Wie belastet durch verschmutzte Luft ist Obst an einem Verkaufsstand am Straßenrand?"

„Obst gründlich unter fließendem Wasser waschen“
Anke Hagemann, Gesundheitsexpertin der IKK classic

IKK-Gesundheitsexpertin Anke Hagemann

© IKK classic

„Soll ich den Apfel oder die Birne wirklich kaufen und essen?“ Diesen Gedanken hat man manchmal im Kopf, wenn man einen Obststand am Straßenrand sieht. Zu oft hat man schon gelesen, dass Obst, das Händler mitten in einer Stadt am Straßenrand verkaufen, mit Schadstoffen belastet ist.

Pauschal-Panik ist unbegründet

IKK-Gesundheitsexpertin Anke Hagemann ist Ihre Ansprechpartnerin für alle Fragen zum Thema Ernährung. Sie rät von einer generellen Panikmache ab. An Obst und Gemüse, das an stark befahrenen Straßen wächst oder verkauft wird, können zwar Schadstoffe aus Abgasen, Bremsbelag- und Reifenabrieb haften.

Trotzdem überwiegen beim Verzehr von Gemüse und Obst vom Straßenrand noch die Vorteile, denn leider essen in Deutschland immer noch zu wenig Menschen die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlenen fünf Portionen Gemüse und Obst am Tag.

 

 

Tipps für genießbares Straßenobst

Möchte man unbedingt einen Apfel essen, den man sich am Straßenrand gekauft hat, minimieren folgende Empfehlungen von unserer Fachfrau für Ernährung die Schadstoffaufnahme:

• Gemüse und Obst gründlich unter lauwarmem fließendem Wasser waschen. Wenn möglich, mit einer weichen Bürste oder einem Schwamm. Feste Sorten anschließend mit einem Tuch abreiben. Schwermetalle und Stoffe aus Abgasen können so besser beseitigt werden.

• Bei Salat die äußeren Blätter, Stiel und Stängel entfernen. Dort lassen sich besonders viele Pestizide und Schadstoffe nieder.

• Saisonale und regionale Ware sollten Sie bevorzugen.

• Obst und Gemüse aus ökologischem Anbau enthalten weniger Pestizidrückstände als Vergleichsproben aus konventionellem Anbau.

• Ware mit dem QS-Prüfzeichen wird häufiger kontrolliert.

• Kaufen Sie Obst und Gemüse lieber auf dem Wochenmarkt oder dem Supermarkt.

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Bildnachweis Header: © Betsie van der Meer/Getty Images


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