Konditoren

Sandra Frohn und David Kunkel lieben ihren Beruf. Deswegen möchten sie in diesem Jahr Miss beziehungsweise Mister Handwerk werden

Süße Aussichten

Wer wird „Miss und Mister Handwerk 2018“? Sandra Frohn und David Kunkel haben die Chance dazu! Sie ist Meisterin, er Azubi des Konditorhandwerks – und beide eint diese Liebe: Sag’s mit Torten statt mit Worten.

Aufmacherfoto-Variante Themenschwerpunkt "Zucker", Konditoren

© David Klammer

 

Dekoration für Hochzeitstorten fertig kaufen? Kommt für Sandra Frohn nicht in Frage. Jedes einzelne Blättchen, jede einzelne Rose sind bei der 36-jährigen Konditormeisterin aus Köln Handarbeit. In schnellen, sicheren Handbewegungen rollt sie einen Klumpen rosafarbenen Fondant zu einem Strang, den sie in acht haselnussgroße Stücke teilt und zu Kugeln formt.

Anschließend drückt sie die Kugeln flach, hebt die Kreise mit einem Messer vom Tisch und setzt sie Blatt für Blatt zusammen. Fertig ist die Zuckerrose, die neben vielen anderen eine zweistöckige weiße Hochzeitstorte zieren wird.

Vom Unterschied zwischen Bäcker und Konditor

Frohn schätzt die filigrane Arbeit, die mit ihrem Handwerk verbunden ist. Das ist auch der Grund, warum sie Konditorin wurde und nicht Bäckerin. Ähnlich sieht das David Kunkel (17), Konditor-Azubi der Konditorei „Purer Genuss“ in Ingelheim bei Mainz. „Mir geht es um das Feine“, sagt er. Sein Grundsatz: Das Auge isst mit. „Das ist mir sehr wichtig, fast noch wichtiger als der Geschmack, aber der zählt natürlich auch.“

 

Der Auszubildende und die Konditormeisterin mit inzwischen 14 Berufsjahren – sie beide eint, dass sie an der Casting-Aktion „Germany’s Power People“ teilgenommen haben, einem Wettbewerb für das Handwerk, zu dem das Deutsche Handwerksblatt gemeinsam mit der IKK classic und der Signal Iduna Gruppe bereits zum neunten Mal aufgerufen hat.

Beide Kandidaten sind schon jetzt mit Erfolg dabei: Sie sind im Handwerkskalender 2018 abgebildet und haben die Chance, beim Finale in München im März während der Internationalen Handwerksmesse zu Miss oder Mister Handwerk gekürt zu werden. Frohn will mit ihrer Teilnahme das Handwerk unterstützen, „gerade in einer Zeit, in der so vieles von Maschinen übernommen wird“.

Fließtext-Foto zum Themenschwerpunkt "Zucker", Konditoren

Wird Konditoren-Azubi David Kunkel "Mister Handwerk 2018"?

© Werbefotografie Weiss

Anrühren von Teig ist Routine

Noch mehr zählt für die Konditormeisterin, die in der „Bäckerei und Konditorei Förster“ in Köln-Stammheim angestellt ist, aber die Leidenschaft für ihren Beruf. Die hat sie erst auf Umwegen gefunden. Für David Kunkel stand dagegen schon als Kind fest, dass er Konditor werden will: „In meiner Familie erzählt man sich, dass ich bei meiner ersten Geburtstagsfeier im Kindergartenalter mit meiner Mutter am Herd gestanden und geholfen habe.“

Während David privat lieber bei Gummibärchen zugreift, bevorzugt Sandra Frohn Schokolade. Um dennoch in Form zu bleiben, betreibt sie Triathlon. Ansonsten zieht es sie auch in ihrer Freizeit und im Urlaub wieder in Konditoreien. „Bei der letzten Parisreise habe ich gefühlt fünf Kilo zugenommen.“ Sie liebt es, sich die Auslagen anzuschauen und sich inspirieren zu lassen – zu neuen Werken aus Zucker.

 

Übrigens: Konditoren setzen bei ihrer Tätigkeit andere Schwerpunkte als Bäcker. Wie im Bäcker-Handwerk gearbeitet wird, erfahren Sie im folgenden IKK classic-Video - klicken Sie rein!

Backe, backe Brot und Brötchen - und auch Kuchen

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