Madame Cuisine kocht ein Butternut-Kürbis-Curry mit Spinat

Hobbyköchin und Bloggerin Madame Cuisine erhellt die dunkle Jahreszeit mit einem leuchtenden Butternut-Kürbis-Curry mit Spinat.

Butternut-Kürbis-Curry mit Spinat

Das Rezept im November

Seit ich mich erinnern kann, wuchs auf dem Komposthaufen meiner Eltern jeden Herbst ein dicker orange-rot leuchtender Kürbis. Im Laufe des Sommers wurde das zunächst zarte Pflänzchen immer größer und kräftiger, und spätestens wenn ich die gelbe Blüte sah, wusste ich – jetzt dauert es nicht mehr lange!

War der Kürbis reif genug, wurde er nicht etwa ausgehöhlt und als Halloween-Kürbis vor die Tür gestellt, nein, meine Mutter kochte ihn zu Mus und backte daraus Brot oder Kuchen. Oh, wie liebten wir dieses gelbe und leicht süßliche Brot! Dazu selbst gekochtes Quitten-Gelee, und ich war das glücklichste Kind auf Erden.

Mein Vater hingegen hatte es nicht so sehr mit den süßen Sachen. Er liebte die asiatische Küche und so ist es nicht verwunderlich, dass der Kürbis bei uns irgendwann auch in einem Curry landete.

Kürbis-Sorten gibt es viele: Es gibt den Hokkaido- (super, denn hier kann die Schale mitgegessen werden!), den Muskat-, Spaghetti-, Patisson- oder Butternut-Kürbis und noch viele mehr. Ursprünglich aus Amerika, hat der Kürbis mittlerweile auch in Europa an großer Beliebtheit gewonnen. Kalorienarm und reich an Vitamin C und A sowie Calcium, Kalium und Magnesium, ist der Kürbis ein wichtiger Bestandteil ausgewogener Ernährung.

In Kombination mit Spinat, der reichhaltig ist an Eisen, ist der Kürbis ein echter Energy-Booster, der das Immunsystem im Herbst und Winter aufbaut und stärkt. Gewürze wie Curry heizen dem Immunsystem noch zusätzlich ein und weil dieses Gericht im Nullkommanix auf dem Tisch steht, werden wir es in diesem Winter sicherlich nicht nur einmal kochen!

Kleine Warenkunde

Kürbisse sehen nicht nur toll aus, sind gesund und schmecken lecker – sie sind auch noch gut für die Figur: Die optisch oft sehenswerten kleinen Wunder der Natur bestehen zu 90 Prozent aus Wasser und enthalten wenig Fett. Außerdem sind sie natriumarm, kaliumreich, wirken harntreibend, im Fruchtfleisch ist Kieselsäure enthalten, die sich günstig auf Nägel, Haut und Bindegewebe auswirkt. Zudem weist das saftige Kürbisfleisch einen hohen Gehalt an antioxidativem Beta-Carotin auf, das vor einem erhöhten Cholesterinspiegel ebenso schützen kann wie vor Herzerkrankungen. Von Botanikern wird der Kürbis als Panzerbeere bezeichnet, die ziemlich vielfältig ist: Der sehr kernfreie Butternut-Kürbis, der in unserem Rezept vorkommt, ist eine von 100 verschiedenen Gattungen und über 850 Arten! Kürbiszüchter lieben die Superlative: Der größte Kürbis, den es je gegeben hat, erreichte laut Guinnessbuch der Rekorde 2001 ein Gewicht von sagenhaften 570 Kilogramm. Die amerikanische Grusel-Gaudi Halloween hat den Kürbis kultig gemacht: Das Gemüse auszuhöhlen, ein Grinsegesicht hineinzuschnitzen, eine flackernde Kerze hinzustellen und mit diesem schaurig-schönen Schmuck Balkons und Vorgärten zu zieren, wird immer beliebter!

Sonja Stötzel arbeitet in ihrer Küche

Madame Cuisine kocht für IKK-Versicherte

Ab jetzt wird’s köstlich im eMagazin von aktiv+gesund! Sonja Stötzel, die Macherin des Kochblogs „Madame Cuisine“, bloggt ab sofort exklusiv für die Versicherten der IKK classic. Mit jeder neuen Ausgabe stellt sie ein neues Lieblingsrezept mit Anleitung zum Nachkochen vor. Und das sechsmal im Jahr!

Und das braucht man:

Das Foto zeigt ein Butternut Spinat Curry im Hochkantformat

Zutaten für vier Personen

• 1 EL Olivenöl
• 2 Schalotten
• 750 g Butternut-Kürbis
• Ein ca. 3 cm großes Stück Ingwer
• 2 EL rote Currypaste
• 1 EL gelbes Currypulver
• 1 Dose Kokosmilch
• 250 ml Gemüsefond
• 2 TL Fischsoße (gibt es im Asia-Laden)
• 1 großer Spritzer Agavendicksaft oder 2 TL brauner Zucker
• 125 g frischer Baby-Spinat oder 250 g TK-Blattspinat (aufgetaut und gut ausgedrückt)
• 2–3 EL geröstete Erdnüsse
• 2–3 EL frischer Koriander
• 1 Limette
• Basmatireis als Beilage
• Salz, Pfeffer

 

Und so geht's:

Anleitung für ein Butternut-Kürbis-Curry mit Spinat

1. Den Kürbis halbieren, entkernen, schälen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Die Schalotten schälen und fein würfeln. 2. In einem großen Topf 1 EL Olivenöl erhitzen. Kürbis und Schalotten darin bei milder Hitze rundherum andünsten. 3. Den Ingwer schälen und an der Gemüsereibe fein reiben. Zum Gemüse geben und unter Rühren 2 bis 3 Minuten mit andünsten.

Das Foto zeigt die Zubereitung eines Butternut Spinat Currys

4. Currypaste und -pulver hinzufügen und mit dem Gemüse verrühren. Alles mit dem Gemüsefond ablöschen, einmal aufkochen, anschließend die Hitze reduzieren. 5. Kokosmilch, Fischsoße sowie Agavendicksaft oder Zucker dazugeben und alles bei mittlerer Hitze zugedeckt etwa 15 bis 20 Minuten köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist.

Das Foto zeigt die Zubereitung eines Butternut Spinat Currys

6. In der Zwischenzeit den Baby-Spinat waschen und trockenschleudern; falls Sie TK-Spinat verwenden, den aufgetauten TK-Spinat gut ausdrücken. Den Spinat zum Kürbis geben, unterrühren und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken. 7. Das Curry mit Basmatireis, gerösteten Erdnüssen, Koriander und ein wenig Limettensaft servieren.

Guten Appetit!

„Gemüseschneiden ist mein Yoga“

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Bildnachweis: © Madame Cuisine


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